

| Quelle | www.eintracht-luzern.ch/geschichte/ |
| Inhalt | Portrait von Josef Jakob Xaver Pfyffer zu Neueck. |


| Quelle | Sammlung Rolf Ramseier |
| Art | Eigenhändiger Brief mit Unterschrift¸ 22x27cm |
| Ort/Datum | Luzern¸ 28.03.1842 |
| Inhalt | Eigenhändiges Schreiben datiert „Luzern 28. Merz 1842" von Pfyffer z. Neueck. Pfyffer schreibt einen Aufsatz für die Werbung von Rigi-Scheideck. "Das Inserat¸ welches Sie in einigermassen veränderter Form¸ mir zur Einsicht mittheilten¸ mag auch so gut seyn; ich habe mir bloss erlaubt¸ einige kleine Correcturen anzubringen¸ welche Sie berücksichtigen können¸ oder nicht. Mitgehend einen Aufsatz¸ wie ich glaube¸ das es für den.... passt. Als erste Bekanntmachung darf ein Inserat nicht zu kurz seyn¸ um so weniger¸ da Rigi-Scheideck mittels der Reisebücher auch gar erst bekannt gemacht worden ist. Wie Meldung¸ dass R.Sch. ein Kurort sey¸ halte ich erst für überflüssig¸ indem es streut Bedürfnisse¸ Begehren u. Wünsche als Menschen geibt. Dadurch zeichnet sich gerade Rigi-Scheideck von den überigen Anstalten auf der Rigi aus. Der Aussicht wegen geht man nach dem Kulm¸ der Heilanstalt¸ der Sennerei u. des ruhigen beschaulichen ... Lebens wegen nach R.Scheideck. Dies meine Ansicht! Künftige Jahre dies alte Annonce ganz kurz seyn allein das überlasse ich alles besser.... Adieu¸ herzlicher Gruss! Ihr Pfyffer z.Neueck“. Das Schreiben dürfte an den Besitzer von Rigi-Scheideck gerichtet sein. Das Kurhaus Rigi-Scheidegg wurde 1840 eröffnet. |
Luzerner Politiker, Reiseschriftsteller und Kommandant in niederländischen Diensten
30.9.1798 Ebikon, 16.11.1853 Luzern, kath., von Ebikon. Sohn des Josef Xaver Georg Anton, Strohhutmachers und Negotianten, und der Caecilia Kasper. ? 1833 Carolina Morel. Gymnasium in Luzern, um 1818 Eintritt in niederländ. Dienste (Regiment Auf der Maur), 1819-27 Kolonialdienst auf Java. 1830 im Dienst der Luzerner Staatskanzlei, 1831 der eidg. Kanzlei in Bern, 1837-52 Stadtratsschreiber in Luzern, aus unklaren Gründen abgewählt. 1838-43 konservatives Mitglied des Gr. Stadtrats. 1850 Mitgründer der Gesellschaft Eintracht. Während seine poet. Werke unbedeutend sind, gelten die "Skizzen von Java" (1829) mit kolorierten Litografien von Johannes Schiess aufgrund ihrer genauen Beobachtung und klaren Darstellung der Verhältnisse als eines der wichtigsten Werke der Zeit zur Kulturgeschichte Javas.
Gerade 20 Jahre alt ist der Luzerner Josef Jakob Xaver Pfyffer, als er sich 1818 in niederländische Dienste begibt und im folgenden Jahr nach Niederländisch-Indien, das heutige Indonesien, aufbricht. Im Westen der Insel Java wird er für acht Jahre Kommandant eines kleinen Postens. Schon auf der langen Überfahrt hat er Malaiisch gelernt und wird nun ein gewissenhafter Beobachter seiner Umgebung. Im Jahr 1829, zwei Jahre nach seiner Abreise von Batavia (heute Jakarta), erscheinen in Schaffhausen, im Verlag Hurter, Pfyffers "Skizzen von der Insel Java", ein Werk, das zwei Ausgaben im Erscheinungsjahr, eine weitere Auflage drei Jahre später und Übersetzungen ins Französische und Holländische erlebt. Die "Skizzen" enthalten nicht nur Pfyffers lebendige Schilderung von Menschen und Natur auf Java, sondern auch seine vielgerühmten kolorierten Lithographien, die das Werk zu einem der begehrtesten und teuersten Bücher eines Schweizer Autors über ein überseeisches Land werden liessen. 170 Jahre nach der Erstausgabe liegt endlich ein Nachdruck dieser bibliophilen Kostbarkeit vor.
Rezensionen - Neue Zürcher Zeitung vom 25.01.2003.
Quelle Biografie:
| Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Josef Jakob Xaver Pfyffer zu Neueck aus dem Historischen Lexikon der Schweiz (HLS) - Onlineversion des Historischen Lexikon der Schweiz. Autorin/Autor: Walter Haas. Version : 02.02.2011. |