

| Quelle | www.chgh.net |
| Inhalt | Familienwappen Weber (von Tuggen¸ ehemals aus dem Grüningeramt¸ der Stammbaum reicht zurück bis in die Gründungszeit der Eidgenossenschaft). In Blau silberner Rechtsschrägbalken nach der Figur belegt mit drei grünen Kleeblättern. Quelle: Wappen des Kantons Schwyz¸ von Martin Styger¸ 1936. |


| Quelle | Sammlung Rolf Ramseier |
| Art | Eigenhändiger Brief mit Unterschrift¸ 17.5x22.5cm |
| Ort/Datum | Bregenz¸ 12.07.1803 |
| Inhalt | An Johann Melchior Kamenzind in Gersau. Hochzuverehrender Herr ! Ihre mir stets verehrliche Zuschrift beantwortend muss ich dahin seyn¸ dass in dieser jetzigen Laage mir ohnmöglich ist in Alliegendem mein Debito abzutragen. Ich muss somit den Antrag der Cedierung deren bey Ihnen per Caution liegenden Capitalien samt neu und alten Zins annehmen¸ mit der Hoffnung sie werden die kleine Summa der Gl 70 darin eingeschlossen anerkennen. Ich danke Ihnen für alle mir erwiesenen Freundschaft auf das verbindlichste¸ und wünsche Gelegenheit die Sühnung meines Dankes erproben zu können. Ich harre mit schuldiger Hchachtg. Bregenz¸ d. 12. th. Juli 1803 Ergebenster Weber |
Schwyzer Politiker und Landammann, Landvogt von Thurgau
Graf Johann Franz Dominik Aloys Eustach v. W., geboren am 29.12.1744 im „Acher“ bei Schwyz- verstorben am 17.02.1827 in Hietzing zu Wien, war der einzige Sohn des 1787 von Papst Pius VI. in den erblichen römischen Adelsstand erhobenen Schwyzer Landammannes und Pannerherrn Werner Aloys v. W., gewesenen Obersten in neapolitanischem Kriegsdienste. Er wurde Geheimrath des Fürstbischofs von Constanz und war von 1772-1774 und wieder von 1788-1790 Landvogt in der gemeineidgenössischen Herrschaft Thurgau, 1772-1788 Landsmajor, 1791-98 Kriegsrat, 1792 Commandant des schwyzerischen Contingentes nach Basel, 1793-1798 Pannerherr, 1794 Gesandter nach Basel und Zürich, 1795-1796 Statthalter, 1796 Oberst im Regiment Einsiedeln. Dann wählte ihn die Landsgemeinde von Schwyz 1797 für eine zweijährige Amtsdauer zum Landammann, als welcher er als letzter vor dem Untergange der alten Eidgenossenschaft dieses Amt bekleidete. 1798, als im Mai die französischen Truppen in Schwyz einbrachen und viele Einwohner, zugleich mit den zurückweichenden Glarner Hilfstruppen, über den Pragelf1ohen, schloß sich W. ihnen an und verließ heimlich das Land. Dies konnte das Volk seinem Landammann niemals verzeihen, in der Stunde der Gefahr Heimat und Amt im Stiche gelassen zu haben, und W. wagte es nicht, wieder nach Schwyz zurückzukehren. Er verkaufte seine dortigen Besitzungen, siedelte sich anfangs in Feldkirch an und zog 1805 nach Wien, wo er bis zu seinem Tode blieb. Trotz kaiserl. Pension starb er in ärml. Verhältnissen. Aus seiner Ehe mit Aloysia Ulrich entsprang nur eine Tochter.
Landammann von Schwyz 7 May 1797 - 4 May 1798
Landvogt von Thurgau 1772 – 1774 und 1788 - 1790
| Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Dominik Alois von Weber aus dem Historischen Lexikon der Schweiz (HLS) - Onlineversion des Historischen Lexikon der Schweiz. Autorin/Autor: Ralf Jacober. Version : 09.042013. |