

| Quelle | wikimedia.ch / ETH-BIB-Zwicky¸ Fritz (1898-1974)-Portr 01030 |
| Inhalt | Fritz Zwicky¸ Director of Research at the Aerojet Engineering Corporation¸ Azusa¸ Kalifornien |


| Quelle | Sammlung Rolf Ramseier |
| Art | signierte Visitenkarte¸ 5x9cm |
| Inhalt | Von Fritz Zwicky signierte Visitenkarte "Formerly" Director of Research¸ Aerojet Engineering Corporation¸ Azusa¸ California. Mit Briefumschlag abgestempelt in Pasadena am 4. März 1954. |
Schweizer Physiker und Astronom
Fritz Zwicky (* 14. Februar 1898 in Warna, Fürstentum Bulgarien, heimatberechtigt in Mollis; † 8. Februar 1974 in Pasadena, Kalifornien) war ein Schweizer Physiker und Astronom, der vorwiegend am California Institute of Technology (Caltech) wirkte.
Zwicky war der Sohn eines in Bulgarien tätigen Schweizer Baumwollhändlers. Mit sechs Jahren wurde er zwecks Einschulung nach Glarus zu seinen Grosseltern geschickt. Später bestand er die Matura in Zürich mit Bestnoten. Zwischen 1917 und 1925 studierte er an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich Mathematik und Experimentelle Physik und promovierte dort 1922 bei Peter Debye mit der Arbeit Zur Theorie der heteropolaren Kristalle.
Ausgestattet mit einem Rockefeller-Stipendium emigrierte er 1925 nach Pasadena, um sein Studium am Caltech fortzusetzen. Später hielt er dort als Assistenzprofessor Vorlesungen in Atomphysik.
Er entwarf zahlreiche kosmologische Theorien, die zum heutigen Verständnis des Universums Wesentliches beitrugen. 1942 wurde er zum Professor für Astronomie berufen. Daneben arbeitete er zwischen 1943 und 1961 auch als Berater der Aerojet Engineering Corporation und erprobte verschiedene Treibstoffe und Materialien, um die Raketentechnik für die Raumfahrt voranzutreiben. Ab 1948 war er auch Mitglied des Mount-Wilson-Observatoriums und des Observatoriums auf Mount Palomar.
Am 25. März 1932 heiratete er Dorothy Vernon Gates (1904–1991), die aus einer bekannten kalifornischen Familie stammte. Diese Ehe wurde neun Jahre später einvernehmlich geschieden. Am 18. Oktober 1947 vermählte er sich in der Schweiz mit der 32 Jahre jüngeren Anna Margaritha Zürcher (geboren am 12. Mai 1929; gestorben am 20. Oktober 2012). Aus dieser zweiten Ehe gingen drei Töchter hervor: Margrit (* 1948), Franziska (* 1950) und Barbarina (* 1952).
Fritz Zwicky verstarb am 8. Februar 1974 im Alter von 75 Jahren in Pasadena und wurde in seiner Heimatgemeinde Mollis begraben.
Er liebte die Berge und war in seiner Freizeit ein begeisterter und ambitiöser Bergsteiger. Laut seinen Mitmenschen soll er schwierig im Umgang gewesen sein. Er befürwortete den Bau der US-amerikanischen Atombombe, um dem Deutschen Reich zuvorzukommen, verurteilte aber deren Einsatz gegen Japan. Friedrich Dürrenmatt war von Zwicky fasziniert, und er diente ihm als Vorbild für die Figur Möbius in der Tragikomödie Die Physiker.
Quelle Biografie:
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